Positionspapiere

 

GLP Lenzburg Position: Energie

Der Schweizer Energieverbrauch besteht zu 90% aus fossiler, also endlichen Energiequellen. Die GLP Lenzburg setzt sich für einen nachhaltigen Energie- und Ressourcenverbrauch ein, dass auch spätere Generationen noch Handlungsspielraum haben.

Problem: Immer noch wird am meisten Energie beim Heizen verschwendet, da Neubauten viel zu wenig hinsichtlich Ressourcenverbrauch geplant werden. Dies ist nicht nachhaltig und langfristig sehr teuer.

Ziele: Allgemeine Förderung der Energiesparanstrengungen auf allen Ebenen sowie wo sinnvoll und machbar ersetzten fossiler und atomarer Energieträger.

Massnahmen:
  • Öffentliche Gebäude werden nur noch nach Null-Energiestandard erbaut oder bei Sanierung auf Minenergiestandard umgebaut.
  • Grosse (öffentliche) Dachflächen werden mit Sonnenkollektoren oder Photovoltaikanlagen bestückt. Dadurch können die Fixkosten der Grundausstattung auf eine grössere Nutzfläche verteilt werden.
  • Deutliche Erhöhung der Mittel für energiesparende Sanierungen und Neubauten durch Beiträge oder Steuererleichterungen, sodass die Nachfrage gedeckt werden kann und nicht mehrjährige Wartelisten existieren.
  • Abwärme (z.B. aus der Industrie) soll besser genutzt statt an die Umwelt abgegeben werden.
  • Die Energie, welche lokal in Lenzburg und Umgebung vorhanden ist, soll besser genutzt werden. Dies durch Kleinwasserkraftwerke, welche nur einen kleinen Eingriff in die Natur erfordern, Sonnenenergie, Windkraft und Erdwärme.
  • Die erzeugt Energie soll in Zwischenspeichern (Wasserstoff im Erdgasnetz) lokal gespeichert werden können, bis die Energie zu Spitzenzeiten benötigt wird.
  • Keine Nuklearenergie im Basisstrom bei SWL und anderen Regionalen Werken.
  • Energiesparen aktiv fördern durch verschiedene Massnahmen.
  • Lenzburg als Energiestadt: Endlich die notwendigen Massnahmen umsetzten anstelle des heutigen Stillstands.

GLP Lenzburg Position: Raumplanung Bezirk Lenzburg

Die Zersiedelung ist zu stoppen. Die GLP Lenzburg will, dass Sorge zur Landschaft getragen wird. Verkehrsplanung und Siedlungsentwicklung sollen so regional abgestimmt geschehen, wie wenn der Bezirk eine einzelne Gemeinde darstellen würde. Wir wollen keine neuen Umfahrungen durch intakte Landschaftsräume, dafür sind solche stärker zu schützen.

Problem: Nach wie vor wird in der Schweiz pro Sekunde ca. einen Quadratmeter unverbaute Fläche überbaut. Dem Wachstum der Bevölkerung hinken Verkehrswege und weitere Infrastrukturanlagen hinterher. Zuviel Gemeindeautonomie in der Raumplanung führt zu nicht nachhaltiger Siedlungsentwicklung. Einzonungen an einem Ort führen an andern Orten zu Verkehrsproblemen.

Ziele: Kein weiteres Überbauen von Land ausserhalb des Siedlungsgebietes. Bau- und Nichtbauzonen sollen klar erkenntlich getrennt bleiben. Schützenswerte Landschaften und Naturräume mit Potential sollen stärker geschützt werden. Die Raumplanung soll auf regionaler Stufe vollzogen oder zumindest deutlich stärker koordiniert werden. Die Region Lenzburg/Seetal soll auch in 50 Jahren zu den Perlen des Aargaus gehören.

Massnahmen:
  • Vermehrtes Ausscheiden von Freihalte-, Landschafts- und Naturschutzzonen
  • Kein Aufweichen des Hallwilersee-Schutz-Dekrets
  • Deutlich verstärkte regionale Koordination bzw. Abstimmung von Wachstum und Verkehr
  • Keine Einzonungen mehr „ins Grüne“, dafür Schliessen von Siedlungslücken und deutlich stärkere innere Verdichtung, wobei dabei eine aktive Grünraumplanung innerhalb der Siedlung vorgenommen werden muss.
  • Keine weitere Umfahrungen durch intakte Landschaften. Wo Umfahrungen zu einer deutlichen Verbesserung der Wohnqualität führen, sollen sie innerhalb oder direkt angrenzend an Bauzonen geplant werden.
  • Erhalt und Schutz der Fruchtfolgeflächen
  • Gemeindefusionen fordern und fördern, zumindest Zusammenlegung von Bauämtern zwecks grösserer Professionalisierung forcieren. Mehr Kompetenzen auf kantonale Ebene verschieben.
  • Regionales Verkehrsmanagement
  • Förderung und Bevorzugung von ÖV und Langsamverkehrs

GLP Lenzburg Position: Siedlungsraum

Der Bezirk Lenzburg soll als Lebensraum wohn- und familienfreundlich sowie naturnah bleiben.

Problem: Der ländliche Charakter und Charme sowie wertvoller allgemeiner Lebensraum und Erholungszonen gehen durch den Individuellen Nutzen immer mehr verloren.

Ziele: Der Raum Lenzburg soll attraktives Gebiet für Land, Leute und Natur bleiben. Er nimmt als Wohnraum, Naherholungsgebiet und ökologische wertvolle Ausgleichsfläche eine aktive Rolle in unserem alltäglichen Leben ein.


Massnahmen:
  • Auf öffentlichem Grund werden nur noch einheimische Pflanzen gesetzt. Diese Pflanzen sind robust, pflegeleicht und gleichzeitig wertvoll für die Natur. Auch für Private werden z.B. Durch Beratung Anreize geschaffen, wieder vermehrt einheimische Pflanzen in ihrem Garten zu setzen.
  • Die Lichtverschmutzung wird durch Ausschalten von jeder 2. Strassenlaterne von 23:00 – 5:00 reduziert. Wege, Gebäude etc. Sollen gezielt von oben nach unten und nicht durch Streulicht beleuchtet werden.
  • Durchgängige Fahrradspuren und Velowege auf allen wichtigen Verkehrsachsen, sowie genügend Veloparkmöglichkeiten bei Bahnhöfen und anderen öffentlichen Gebäuden.
  • Die Bahnhofsstrasse Lenzburg wird ein Begegnungsort im Bezirk mit Café's, Grünflächen, Spielplatz und Flaniermeile.
  • Im Boden versenkte Recycling- und Entsorgungsstellen werden bei den Einkaufszentren erstellt. Dies reduziert Verkehr und Lärm in den heutigen Zufahrtsstrassen durch die Wohnquartiere.
  • Es wird ein Konzept erstellt, wie mittelfristig die Schäden durch Neophyten und Neozoen minimiert werden können.
  • Es wird ein Baumkataster erstellt und geprüft, wo überall zusätzlich Bäume gepflanzt werden können. Private sollen durch die Stadt animiert werden, auf ihren Grundstücken (insbesondere teilöffentliche Flächen) vermehrt Bäume zu setzen.
  • In der Umgebung von Kindergärten, Schulhäusern und anderen öffentlichen Räumen sind mehr Massnahmen zur Verkehrssicherheit nötig.
  • Parkplätze gehören unter den Boden, insbesondere bei Einkaufszentren und Discountern, aber vermehrt auch in der Industriezonen

GLP Lenzburg Position: Verkehr

Die Siedlungsräume im Bezirk wachsen stetig, die Anforderungen an die Mobilität steigt im Gleichschritt. Die Verkehrsachsen können nicht entsprechend verstärkt werden. Die Reisezeit wird zunehmend ein volkswirtschaftlicher Faktor, es müssen neue Lösungen gefunden werden.

Problem: Durch die Tatsache, dass die Siedlungsräume im Seetal prosperieren steigt der Verkehrsfluss auf der Strasse und der Schiene. Lenzburg selber steckt zur Zeit in einer Wachstumsphase, die den innerstädtischen Verkehr anwachsen lässt. Beide Entwicklungen führen zu einer Steigerung der Belastung auf der Strasse und der Schiene. Es gibt zu viel Schleichverkehr über die Quartierstrassen aufgrund überlasteter Hauptachsen.

Ziel: Die wachsende Mobilitätsanforderung muss mit einem regionalen Verkehrsmanagement optimiert werden. Die Siedlungsräume des unteren Seetals sowie der Ortschaften nördlich von Lenzburg müssen über leistungsfähige Verkehrsachsen zu dem übergeordneten Verkehrssystem von Schiene und Strasse Zugang haben. Für den Modalsplitt müssen an den regionalen ÖV-Knoten genügend Parkräume zur Verfügung gestellt werden.
Die Anbindung von Lenzburg an das übergeordnete Bahnsystem soll verbessert werden. Die Quartiere müssen vom Schleichverkehr geschützt werden.

Massnahmen
  • Realisierung eines regionalen Verkehrsmanagementsystems
  • Die bestehenden Verkehrsachsen durch gezielte Massnahmen leistungsfähiger machen ohne dabei zusätzliches Land zu beanspruchen
  • in den Quartieren in allen Ortschaften generell 30 einführen
  • Die Fussgängerstreifen müssen sicherer gestaltet werden
  • Einführung 15 Minuten Takt zwischen Lenzburg und Beinwil am See auf der Seetalbahn
  • Buslinien vom rechten Seeufer an den 15 Minutentakt der Seetalbahn anbinden
  • P+R Möglichkeiten in Seon und Beinwil ausbauen
  • Buslinien aus den Ortschaften nördlich Lenzburg an den Bahntakt optimieren
  • Ab Lenzburg muss auch Bern ohne Umsteigen in Aarau oder Olten mit der Bahn erreicht werden können

GLP Lenzburg Position: Bildung

Die GLP Lenzburg strebt eine ganzheitlich fördernde Volksschule an. Diese Schule zeichnet sich durch Breite, Tiefe und Vernetzung aus. Ein breites Fächerangebot ist dafür unabdingbar. Kinder und Jugendliche sollen, wo immer möglich, nach ihren individuellen Fähigkeiten und Neigungen gefordert und gefördert werden. Neben der Förderung von Leistungsschwächeren ist vermehrt in die Förderung von Leistungsstärkeren zu investieren. Ein individualisierender Unterricht orientiert sich nicht am Mittelmass, sondern holt das Kind am jeweiligen Lernstand ab und begleitet es in die Zukunft. Damit die Ziele der Volkschule erreicht werden können, braucht es eine sehr gute Beziehung zwischen Schülern, Eltern und Lehrpersonen. Ausserdem müssen die Disziplinprobleme mit mehr erzieherischer Konsequenz begegnet werden, sowohl von Seiten der Lehrpersonen, wie auch von den Fachpersonen und Eltern. Für fremdsprachige Schüler muss die Erlangung von guten Sprachkompetenzen in Deutsch erste Priorität haben. Auch die Eltern sollen möglichst früh in diese Integration einbezogen werden. Die Schule soll, wo immer möglich, im Dorf bleiben. Dies erhöht die soziale Kontrolle und erhöht die Standortattraktivität der Gemeinden.

Problem: Die Globalsierung führt zu einer sich immer schneller verändernden Umwelt. Dies beeinflusst im hohen Mass auch die Volksschule. Immer schneller kommen neue Herausforderungen auf die Schule zu. Die Gesellschaft wird immer mobiler und heterogener. Fehlende Sprachkompetenz und Disziplinarprobleme sind häufig die Folge. Eine Individualisierung des Unterrichts wird somit anspruchsvoller, zeitintensiver und teurer.

Ziele: Die Schule soll sich wieder vermehrt auf ihre Kernkompetenz des Unterrichtens konzentrieren können.
Ein grosser Teil des Bildungsbudgets soll im Klassenzimmer ankommen.
Das Elternhaus soll verpflichtet werden können ihre Erziehungspflicht, zusammen mit der Schule, wahr zu nehmen. Die Gemeinde stellt bei Bedarf Betreuungsstrukturen wie Mittagstisch, Aufgabenhilfe, Tagesschule zur Verfügung.
Die Schulhäuser sollen dezentral in den Gemeinden bleiben, damit eine Konzentration in den grösseren Gemeinden verhindert werden kann. So wird die soziale Kontrolle sicher gestellt und unnötige Disziplinarprobleme verhindert.
Die Integration möglichst aller Schüler/innen in die Regelklasse ist grundsätzlich anzustreben. Stark verhaltensauffällige Schüler, die den Lernerfolg der Klasse gefährden, sollen in speziellen Kleingruppen gefördert werden.
Der von den Grünliberalen geforderte Ausbau der Autonomie der Schulen muss auch mit grösserem Handlungsspielraum und grösserer Verantwortlichkeit bei den Finanzen einhergehen. Die Verteilung der Mittel auf die öffentlichen Schulen soll über Bildungsgutscheine geschehen.

GLP Lenzburg Position: Nachhaltige Finanz und Steuerpolitik

Lenzburg soll schuldenfrei und mit einem attraktiven Steuerfuss den Herausforderungen der Zukunft entgegensehen

Problem: Unsere Schulden sind immer noch zu hoch. Wir leben heute auf Kosten unserer Nachkommen. Dazu hat sich Lenzburg im Steuerfussrating während der letzten Jahren von aus dem ersten Viertel verabschiedet und liegt inzwischen deutlich unter dem Kantonsmittel.
Viele Investitionen in Infrastrukturen, die aufgrund des geplanten Wachstums, der Herausforderungen im Gesundheitswesens und zur Lösung des Verkehrskollapses nötig sein werden, sind noch nicht eingerechnet.

Ziele: Der Steuerfuss von Lenzburg soll so sein, dass in absehbarer Zeit eine Fusion Lenzburg-Niederlenz auch mit Staufen und weiteren Nachbargemeinden möglich wird.
Die Schulden sind konsequent und nachhaltig abzubauen.
Attraktivität von Lenzburg für steuerkräftige Neuzuzüger soll gezielt gefördert werden.

Massnahmen:
  • Überprüfen wo und wie die Verwaltung optimiert werden kann (Verzichtsplanung für überflüssige Administration, Verflachung der Hierarchien, weniger aber attraktive Arbeitsplätze). Regionale Aufgaben sind regional zu finanzieren.
  • Investitionen dürfen nur getätigt werden, wenn sie finanziert werden können.
  • Einführung einer Schuldenbremse, wie sie viele Gemeinden und Kantone aufweisen.

Leitlinien der Grünliberalen Schweiz

Wir verstehen Politik als ein umfassendes Mittel zur Gestaltung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dabei setzen wir uns für eine nachhaltige Entwicklung ein, wobei soziale, wirtschaftliche und ökologische Ziele gleichermassen berücksichtigt werden sollen. Grundlage dafür sind eine innovative und nachhaltig ausgerichtete Marktwirtschaft, eine lebendige Demokratie, ein sorgsamer Umgang mit unserer Umwelt sowie eine tolerante und solidarische Gesellschaft.

Eine intakte Umwelt und gesunde Finanzen sind die Basis zur Wahrung unseres Wohlstandes. Diese Lebensgrundlage gilt es mit einem nachhaltigen Wachstum für künftige Generationen zu erhalten. Damit sich auch unsere Nachkommen in ihrem Leben frei entfalten können, stehen wir in der Pflicht, ihnen weder ökologische noch finanzielle Altlasten zu hinterlassen. Das wollen wir in erster Linie mit Anreizen und nur wo nicht anders möglich mit Vorschriften und Verboten erreichen. Für uns ist der Erhalt der Biodiversität eine Verpflichtung und eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Wir wollen in einer pluralistischen Gesellschaft leben, in der die individuelle Freiheit und die Eigenverantwortung einen sehr hohen Stellenwert geniessen. Diese Freiheit darf nur dann eingeschränkt werden, wenn die Freiheit Dritter beschnitten wird oder ihnen Schaden droht. Der Staat soll den Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben und sich gegenüber allen Weltanschauungen neutral verhalten, solange diese mit unserer Rechtsordnung vereinbar sind. Die Gleichstellung von Mann und Frau und aller Familien- und Lebensmodelle sowie die Chancengerechtigkeit sind für uns selbstverständlich und sicherzustellen. Diskriminierung und Rassismus haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.

Wir stehen zum schweizerischen Modell der direkten Demokratie und des föderalistisch aufgebauten Staates, der unserer kulturellen und sprachlichen Vielfalt Rechnung trägt. Die Grundrechte und das Völkerrecht sind verbindlich. Grünliberale Politik ist sachorientiert. Die Lösung ist höher zu werten als die Parteipolitik im veralteten Links-Rechts-Schema. Für die Erreichung unserer politischen Ziele setzen wir auf einen Umgang im Zeichen des gegenseitigen Respekts. Wir machen Politik für die Allgemeinheit und verfolgen keine Partikularinteressen. Die Zukunft wollen wir aktiv mitgestalten und sind überzeugt, dass sich Wohlstand, Fortschritt, eine intakte Umwelt und eine liberale Staatsordnung vereinbaren lassen.

Positionspapier Energie

Der heutige Energieverbrauch in der Schweiz ist nicht nachhaltig: Wir konsumieren mehr, als wir mit regenerativen Quellen bereitstellen können. An vielen Orten wird unnötig Energie verbraucht, so dass mehr Umweltschäden durch die Bereitstellung der Energie entstehen und mehr Risiken in Kauf genommen werden als nötig. Zudem sind wir beim Import von Öl und Gas (und teilweise Uran) in grossem Masse von politisch instabilen Regionen abhängig.

Die Herausforderungen des Klimawandels, abnehmende Ressourcen und zunehmende Umweltbelastung zwingen uns, den Verbrauch effizienter zu gestalten und die Produktionsarten umzustellen. Wir Grünliberalen sehen dies aber ganz klar als Chance: Die Schweiz kann in Industrie und Energie Technologieführerschaft erlangen, international eine Vorreiterrolle einnehmen und gleichzeitig die Risiken der heutigen Produktion verringern.

Die Grünliberalen fordern alle Entscheidungsträger auf, Kostenwahrheit und Transparenz hoch zu halten: Der gesamte Lebenszyklus von Produkten und Energieformen soll betrachtet werden, die Informationen sind transparent zu machen und in die Preise umzusetzen. Vordringlich ist dies für die Grünliberalen bei der Kernkraft, die heute versteckt subventioniert wird (ungelöste Entsorgung und keine Versicherung im Schadensfall).

Die Grünliberalen setzen sich für Anreize zu Energieeffizienz und Energiesparen ein, zudem wollen wir die erneuerbaren Energien fördern. Finanzielle Anreize über Lenkungsabgaben, Bonus-/Malus-Systeme und Anpassungen des Steuersystems führen – zusammen mit Standards, welche an die neusten Entwicklungen angepasst sind – zu einer ökologischen, wirtschaftlichen und sicheren Energieversorgung. Im Sinne der beschränkten Ressourcen ist sowohl bei der Produktion wie auch beim Konsum auf Qualität statt Quantität zu setzen. Verbesserte Transparenz und ein höherer Stellenwert der Umweltbildung unterstützen entsprechende Konsumentscheidungen.

Durch Energieeinsparungen müssen Kapazitäten zur Stromproduktion, welche in den nächsten Jahren Schritt für Schritt wegfallen werden, nicht erneuert werden. So brauchen wir keine neuen Atomkraftwerke.

Die Grünliberalen stehenvoll hinter der Vision der 2000 Watt-Gesellschaft und unterstützen alle diesbezüglichen Massnahmen. Wie das Bundesamt für Energie mit seinem Szenario IV gezeigt hat, ist dieses Ziel bis 2100 realistisch, wenn wir uns heute auf den Weg machen. Die Grünliberalen werden auf allen Ebenen die nötigen Schritte fordern.

Positionspapier Elektromobilität

Mobilität ist ein wichtiger Pfeiler einer modernen Gesellschaft: Sie prägt unser  Wirtschaften, unseren Alltag und unsere Freizeit und macht einen Teil unseres  Freiheitsgefühls aus. Demgegenüber beansprucht Mobilität sehr viel Ressourcen, Energie und Fläche und beeinträchtigt unsere Lebensqualität durch Gefahren im Strassenraum, durch Lärm und Abgase.

Die Grünliberalen setzen sich für eine massvolle Mobilität unter Berücksichtigung einer sinnvollen Nutzung der natürlichen Ressourcen und des Bodens ein. In erster Linie ist mit der Raumplanung die Mobilität zu reduzieren, zweitens ist der Verkehr auf effiziente, kleinere und öffentliche Verkehrsmittel zu verlagern. In Anbetracht des  Handlungsbedarfs im Bereich Mobilität ist aber auch die Substitution der Benzin- und Dieselmotoren anzugehen. Die Elektromobilität wird als Pfeiler des Umbaus der Mobilität in Richtung einer nachhaltig gestalteten Mobilität betrachtet, denn Elektromobile sind sparsam, können mit erneuerbarer Energie betrieben werden und reduzieren Lärm und Abgase.

Eine Umgestaltung des Schweizer Verkehrssystems durch Elektromobilität, insbesondere des motorisierten Individualverkehrs (MIV), unterstützt die Schweizer Zielerreichung bezüglich der CO2-Emissionen und hat weitere positive Auswirkungen auf die Schweizer Volkswirtschaft. Dieses Positionspapier zeigt Vorteile einer solchen Strategie, grünliberale Forderungen und mögliche Massnahmen auf.

Positionspapier Aussenpolitik

Die Grünliberalen treten für eine aktive Aussenpolitik der Schweiz ein. Unser Land soll international eine wichtige Rolle spielen, sowohl zur Verteidigung unserer eigenen Interessen wie auch zur Förderung unserer Werte in der Welt. Der Anspruch auf die Besetzung wichtiger Positionen in internationalen Gremien unterstreicht dieses vielfältige Engagement. Gute Beziehungen zu unseren Nachbarländern und zur Europäischen Union sind zentral für die Entwicklung der Schweiz und sollen entsprechend gepflegt werden. Die Grünliberalen bekennen sich zur Neutralität der Schweiz, befürworten die Weiterführung der humanitären Tradition des Landes und setzen sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte ein.

Die Grünliberalen fordern eine nachhaltige Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, sowohl im Inland wie auch im Ausland. Globale Probleme können nur in Zusammenarbeit mit anderen Staaten gelöst werden. Für den Kleinstaat Schweiz ist die multilaterale Diplomatie zur Durchsetzung aussenpolitischer Ziele besonders wichtig.

Positionspapier Agrarpolitik

Die Grünliberalen stehen für eine ökologisch nachhaltige, unternehmerische und multifunktionale Landwirtschaft, welche gesunde Nahrungsmittel produziert und wichtige gemeinwirtschaftliche Leistungen zugunsten der Gesellschaft erbringt. Um diese Ziele zu erreichen, ist ein Umdenken in der Landwirtschaftspolitik erforderlich. Zur Stärkung von Unternehmertum und Innovation sowie zur Verbesserung der Umweltqualität braucht es nicht mehr, sondern weniger finanzielle Mittel vom Staat. Diese sind gezielter einzusetzen, indem für die Umwelt schädliche Anreize beseitigt werden. Gemeinwirtschaftliche und ökologische Leistungen, wie beispielsweise die Pflege der Kulturlandschaft und der Erhalt der Artenvielfalt, sollen vermehrt abgegolten werden.

Positionspapier LGBTI (verabschiedet vom Vorstand am 29.08.2015, Vernehmlassungsvorlage zuhanden der Kantonalparteien)

Das Ziel der Grünliberalen ist die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung sowie die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (im Folgenden LGBTI). Diese Gleichberechtigung muss im Sinne der Rechtsgleichheit und des Diskriminierungsverbots in der Bundesverfassung rasch und vorbehaltlos umgesetzt werden.

Positionspapier Migrationspolitik glp Kt. AG

Migration, die aufgrund politischer Verfolgung und entlang wirtschaftlichen Gefällen stattfindet, hat es immer gegeben und wird auch in Zukunft einen relevanten Teil unserer Lebenswelt bilden. Der Aargau ist ein Grenzkanton. Er ist dadurch direkt von den Auswirkungen verschiedener Migrationsphänomene betroffen.

Eine umfassende und vernetzte Migrationspolitik ist angesichts der heutigen Einwanderungsraten und den nicht immer friedlichen Kontakten mit der einheimischen Bevölkerung dringend nötig. Bei der Erarbeitung neuer Strategien im Umgang mit Migration sind unsere Behörden gefordert unserer humanitären Tradition, den gesellschaftlichen Bedürfnissen, der vorhandenen Infrastruktur und den wirtschaftlichen Ansprüchen zu genügen.

Von den ausländischen Staatsangehörigen, die sich in der Schweiz niedergelassen haben, erwarten die Grünliberalen, dass sie sich integrieren, sich unmittelbar nach ihrer Ankunft um das Erlernen einer Landessprache bemühen, unsere Verfassung und Werte akzeptieren und sich an Gesetz und Sitte halten. Die Integrationsbemühungen sind mittels begleitenden Massnahmen zu unterstützen. Toleranz, Offenheit und Zivilcourage zählen zu den zu fördernden Grundwerten. Rassismus muss konsequent bekämpft werden.

Durch gezielte Anreize und eine gut koordinierte Bildungspolitik soll der Bedarf an Fachkräften zum grössten Teil aus dem inländischen Arbeitspool gedeckt werden können. Entsprechende Massnahmen leisten einen Beitrag zu einer geringeren Zuwanderung...

Positionspapier Finanz- und Wirtschaftsstrategie Kt. AG

1. Zielsetzung
Die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sind durch geeignete Massnahmen derart zu gestalten, dass sich die Wirtschaft im Kontext mit der Gesellschaft und der Umwelt nachhaltig entwickeln kann. Daher dürfen die Wirtschaftsprozesse nicht isoliert für sich alleine betrachtet werden. An den Beispielen der Wirt-schafts- und Finanzkrisen der letzten 20 Jahre wird ersichtlich, dass nur eine nachhaltig liberale Ordnungs-politik die Bürger vor einem Arbeitsplatzverlust oder gar dem Verlust ihrer Renten schützen kann. Die Natur muss als wichtigster Ressourcenlieferant für die Wirtschaft wie die Gesellschaft wahrgenommen und scho-nend genutzt werden.......

Positionspapier "liberal und grün" Kt. AG

1. Grünliberale Grundwerte
Die Grünliberale Partei Kanton Aargau (nachfolgend „glp ag“ genannt) orientiert ihre politische Arbeit an den Grundwerten des Nachhaltigkeitsgedankens in Bezug auf Umwelt, Wirtschaft/Finanzen und Soziales/Gesellschaft. Die glp ag strebt stets den Ausgleich zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen an. In Fällen, in welchen ökologische und ökonomische Ziele als unvereinbar er-scheinen, wird ersteren der Vorrang gewährt.....

Positionspapier Sicherheit Kt. AG

Öffentliche Ordnung und Sicherheit sind wichtige, staatliche Grundaufgaben. Sicherheit garantiert unsere hohe Lebensqualität und ermöglicht eine prosperierende Wirtschaft und ein reichhaltiges kulturelles Leben. Die GLP Aargau setzt sich dafür ein, dass die Sicherheit auf einem hohen Niveau gewährleistet bleibt, ohne die persönlichen Freiheiten übermässig einzuschränken.